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Die Frauen und ihr Beruf
EAN : 9791041906963
Édition papier
EAN : 9791041906963
Paru le : 13 févr. 2023
18,90 €
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- EAN13 : 9791041906963
- Réf. fournisseur : 266073
- Date Parution : 13 févr. 2023
- Disponibilite : Disponible
- Barème de remise : NS
- Nombre de pages : 144
- Format : H:220 mm L:170 mm E:8 mm
- Poids : 236gr
- Résumé : Wie beeinflusst die Berufswahl das Leben von Frauen im 19. Jahrhundert? Diese Frage steht im Mittelpunkt von Luise Büchners Werk «Die Frauen und ihr Beruf». In einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen stark eingeschränkt waren, bietet Büchner eine tiefgehende Analyse der Möglichkeiten und Herausforderungen, denen Frauen gegenüberstanden. Das Buch spielt in einer Epoche des Umbruchs, in der die Industrialisierung und die aufkommende Frauenbewegung neue Perspektiven eröffneten. Büchner beleuchtet die sozialen und kulturellen Barrieren, die Frauen daran hinderten, ihre beruflichen Ambitionen zu verwirklichen, und plädiert für eine stärkere Anerkennung ihrer Fähigkeiten und Beiträge. Die Themen Bildung, Emanzipation und Gleichberechtigung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk. Büchner argumentiert, dass Frauen nicht nur das Recht auf Bildung und Berufsausübung haben, sondern dass ihre aktive Teilnahme am Berufsleben auch einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes hat. Durch ihre präzisen Beobachtungen und überzeugenden Argumente fordert sie die Leser auf, die traditionellen Rollenbilder zu hinterfragen und die Bedeutung der Frauenarbeit neu zu bewerten. Indem Büchner die Lebensrealitäten von Frauen ihrer Zeit schildert, bietet sie nicht nur einen Einblick in die damalige Gesellschaft, sondern regt auch zur Reflexion über die Fortschritte und verbleibenden Herausforderungen in der heutigen Zeit an. Das Buch lehrt uns, die Bedeutung von Gleichberechtigung und die Notwendigkeit fortwährender gesellschaftlicher Veränderungen zu erkennen.
- Biographie : Luise Büchner war die Tochter des Chirurgen Ernst Büchner und seiner Frau Caroline, geb. Reuß. Fünf ihrer Geschwister erreichten das Erwachsenenalter, darunter Georg Büchner, Wilhelm Büchner, Ludwig Büchner und Alexander Büchner. Durch einen Unfall im Kindesalter zog sie sich eine Rückenverkrümmung zu, die sie zeitlebens behinderte. Autodidaktisch eignete sie sich ein umfangreiches Wissen vor allem in Literatur, Mythologie, Geschichte und Fremdsprachen an. Nach dem Tod der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer ebenfalls ledigen Schwester Mathilde (1815-1888) im eigenen Haushalt, im selben Haus wie ihr Bruder, der Arzt Ludwig Büchner. 1855 erschien anonym ihr meistzitiertes Werk Die Frauen und ihr Beruf, in dem sie sich für bessere Mädchenbildung einsetzte. Schon 1856 erschien eine erweiterte zweite Auflage, in der ihr Name als Verfasserin genannt wurde. Ihre späteren Überarbeitungen spiegeln ihre Erfahrungen in der Frauenbewegung wider. Sie verfasste Romane, Reisebeschreibungen und Gedichte, zusammen mit ihrem Bruder Alexander gab sie eine umfangreiche Gedichtsammlung heraus. Ihre unvollendete Erzählung Ein Dichter (erst posthum erschienen) gilt als wichtiges Zeugnis über Georg Büchners Schulzeit im Darmstädter Elternhaus. Seit Ende 1866 gehörte Luise Büchner zu den engsten Mitarbeiterinnen von Großherzogin Alice von Hessen und bei Rhein. Daraus entstanden ab 1867 mehrere Frauenvereine im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Der Alice-Frauenverein für Krankenpflege machte es sich zur Aufgabe, junge Frauen zur Krankenschwester ohne konfessionelle Bindung auszubilden. Ziel dieses Vereins war es, die bisher nur karitativ ausgeübte Pflege von Kranken und Verwundeten zum bezahlten Frauenberuf zu machen. Daraus ging das Alice-Hospital Darmstadt hervor. Der Verein für Förderung weiblicher Industrie (ab 1872 Alice-Verein für Frauenbildung und -Erwerb) betrieb neben einer Verkaufsstelle für Heimarbeiterinnen (Alice-Basar) die Alice-Schule, eine Berufsfachschule für Mädchen (heute Alice-Eleonoren-Schule). Daneben entstand unter der Leitung von Luise Büchner eine Art Volkshochschule für Frauen, das sogenannte Alice-Lyceum. In den 1870er Jahren vertrat Luise Büchner die Alice-Frauenvereine auf überregionalen Konferenzen und berichtete in der Presse regelmäßig über ihre Arbeit. Die erste Generalversammlung der Frauenbildungs- und Erwerbsvereine fand im Oktober 1872 auf Einladung von Prinzessin Alice und Luise Büchner in Darmstadt statt. Anlässlich einer Konferenz des preußischen Kultusministeriums wurde Büchner 1873 als erste Frau gebeten, zu den Unterrichts- und Erziehungsfragen in der Mädchenschulbildung eine Stellungnahme vorzulegen. Luise Büchner verstarb in Darmstadt und wurde auf dem dortigen Alten Friedhof beigesetzt (Grabstelle: I A 16). Sie gilt heute neben Luise Otto oder Fanny Lewald als eine der bahnbrechenden Frauen der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts.





